»Fremd bin ich den Menschen dort«

12.01.2013 - 26.05.2013

»Fremd bin ich den Menschen dort«

Lebenswege im Exil

Ein Blick in die Sammlung des Deutschen Exilarchivs 1933 - 1945

Eine Ausstellung der Deutschen Nationalbibliothek

Unter der Schirmherrschaft der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller


Lesen Sie hier die Eröffnungsrede von Herta Müller ©Herta Müller

Hier auch einige Bilder zur Eröffnungsrede und Ausstellung: Bilder Eröffnung und Ausstellung


Rund eine halbe Million Menschen verloren nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ihre bisherige Heimat. Sie wurden verfolgt und entrechtet, weil sie Juden waren, politisch oder kulturell unliebsam oder als »Volks- und Reichsfeinde« betrachtet wurden. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Deutschen Nationalbibliothek wurden von dem dort angesiedelten Exilarchiv Biografien von 16 Persönlichkeiten zu einer inszenierten Ausstellung zusammengestellt, die exklusiv im Buddenbrookhaus zu Gast ist. Vorgestellt werden nicht die prominenten Exilanten, zu denen auch Familie Mann gehörte, sondern weniger bekannte Künstler, Wissenschaftler, Juristen oder Handwerker, denen allen gemein ist, dass ihr weiterer Lebensweg durch die erzwungene Flucht aus dem deutschen Machtbereich geprägt wurde. Dabei bestimmten zum einen der soziale Status der Exilanten, ihr Bildungshintergrund, ihre Qualifikation und Beruf darüber, wie Exil und Emigration verliefen. Aber auch die Aufnahmeregularien der möglichen Fluchtländer, der Zeitpunkt der Flucht und nicht zuletzt der Zufall waren entscheidende Faktoren. Daher erzählt jede der vorgestellten Biografien eine persönliche Geschichte der Emigration. Sie berichten von Heimatverlust, dem Verhaftetbleiben in der alten Kultur, dem Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit, dem Schicksal der geraubten Karriere oder auch der gelungenen Integration. Vorgestellt werden: Margarete Buber-Neumann, George Grosz, Emma Kann, Hilde Loewe-Flatter, Ernst Loewy, Ernst Moritz Manasse, Fritz Neumark, Leo Perutz, Hans Vogel, Clementine Zernik, Rudolf Olden, Eric Schaal, Dora Schindel, Hanns W. Lange, Friedrich R. Eirich, Leon Hirsch, Richard A. Bermann. Gezeigt werden Gegenstände und Dokumente aus den Nachlässen, dabei begleitet ein Audioguide die Besucher.

Das Buddenbrookhaus ist Teil des von Kulturstaatsminister Bernd Neumann initiierten Netzwerkes »Künste im Exil«, dessen Ziel es ist, ein virtuelles Museum des Exils zu  erarbeiten.

Ausblick auf die kommende Sonderausstellung:
Traumland und Zuflucht
Heinrich Mann und Frankreich
Exil et Utopie. Heinreich Mann et la France.
14. Juni bis 3. November 2013
Weihnachten bei Buddenbrooks
Aktuelle Termine
SA | 25.10.2014 | 14:00
Führung
Familiengeschichten im Buddenbrookhaus
mit Besuch der Sonderausstellung "Augen auf! Thomas Mann und die bildende Kunst"
mehr Informationen
SO | 26.10.2014 | 11:00
Literarischer Spaziergang
Thomas Mann, Günter Grass und Willy Brandt - drei Nobelpreisträger in Lübeck
mehr Informationen
MI | 29.10.2014 | 14:00
Führung
"Nobel!"
- Von Thomas Mann zu Günter Grass
mehr Informationen
Alle Termine anzeigen
Adresse
Mengstraße 4
23552 Lübeck
Telefon 0451 - 122 4190
Telefax 0451 - 122 4140
Öffnungszeiten
01.01.-31.03. | Mo-So | 11-17 Uhr
01.04.-31.12. | Mo-So | 10-18 Uhr
Eintrittspreise
Erwachsene / Ermäßigte / Kinder:
6 / 3 / 2,50 €
Öffnungszeiten
für die Feiertage
Neujahr: geschlossen
Karfreitag: geöffnet
Ostersonntag: geöffnet
Ostermontag: geöffnet
1. Mai: geöffnet
Himmelfahrt: geöffnet
Pfingstsonntag: geöffnet
Pfingstmontag: geöffnet
3. Oktober: geöffnet
Heiligabend: geschlossen
1. Weihnachtsfeiertag: geschlossen
2. Weihnachtsfeiertag: geöffnet
Silvester: geschlossen