Thomas-Mann-Preis

Thomas-Mann-Preis

der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

 

 

Der Preis

 

Der „Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste“ wird ab 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen. Er ist hervorgegangen aus dem „Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck“ und dem „Großen Literaturpreis“ der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und ist mit 25.000 Euro dotiert. Die Entscheidung trifft eine siebenköpfige Jury, in welche die Akademie und die Hansestadt jeweils drei Mitglieder entsenden, unter einem gemeinsam bestimmten Vorsitz.

 

 

Preisträgerin 2016: Jenny Erpenbeck

 

Preisverleihung: 17. September 2016 um 20 Uhr im Theater Lübeck, Kammerspiele

 

 

Preisträger 2015: Lars Gustafsson

 

Preisverleihung: 29. Oktober 2015 um 19 Uhr im Max-Joseph-Saal, Münchener Residenz

 

Aus der Begründung der Jury

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste, München, und die Hansestadt Lübeck verleihen 2015 ihren gemeinsam vergebenen Thomas Mann Preis dem Erzähler und Lyriker Lars Gustafsson.

Seit 1967, als sein von Hans Magnus Enzensberger übersetzter Gedichtband Die Maschinen in Deutschland Furore machte, gehört Lars Gustafsson mit seinen Freunden Tomas Tranströmer und Per Olof Enquist zu den schwedischen Autoren, die auch in Deutschland großen Einfluss hatten. Seine Romanfolge Risse in der Mauer über die Veränderungen des europäischen Wertesystems und seine Folgen zwischen den sechziger und achtziger Jahren, besonders der Roman Der Bienenzüchter, überzeugten durch ihre Verbindung von philosophischer Einsicht und erzählerischer Meisterschaft.

Das mehr als vierzig Bände umfassende Werk des 1936 in Västerås geborenen Schriftstellers ist in deutscher Übersetzung erschienen. Gustafsson ist Mitglied der Berliner und der Mainzer Akademie und Träger der Goethe-Medaille.

 

Wolf Lepenies: Laudatio auf Lars Gustafsson

 

 

Preisträger 2014: Rüdiger Safranski

 

Preisverleihung: 07. Dezember 2014 um 20 Uhr  im Theater Lübeck, Großes Haus

 

Aus der Begründung der Jury

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste, München, und die Hansestadt Lübeck verleihen 2014 ihren gemeinsam vergebenen Thomas Mann Preis an Rüdiger Safranski. Seit drei Jahrzehnten leistet der Autor glänzender Monografien eindringliche Erinnerungsarbeit, die einer großen Leserschaft die Begegnung und Auseinandersetzung mit dem philosophischen und literarischen Erbe der deutschen Geistesgeschichte ermöglicht. Mit seinen Arbeiten zu Nietzsche und Schopenhauer widmet er sich dabei auch Philosophen, die für Thomas Manns Schreiben einen wichtigen Bezugspunkt bildeten. Seinen bisherigen Höhepunkt erreicht Safranskis Werk mit der zuletzt erschienenen und begeistert aufgenommenen Goethe-Biografie.

 

Hans-Martin Gauger: Laudatio auf Rüdiger Safranski

 

Rüdiger Safranski: Dank des Preisträgers

 

 

Preisträgerin 2013: Juli Zeh

 

Preisverleihung: 08. Dezember 2013 in der Münchner Residenz

 

Aus der Begründung der Jury

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste, München, und die Hansestadt Lübeck verleihen 2013 ihren gemeinsam vergebenen Thomas Mann Preis der Schriftstellerin Juli Zeh, die als temperamentvolle und experimentierfreudige Erzählerin ein vielfältiges Prosawerk vorgelegt hat, in dessen Mittelpunkt die Frage nach individueller Freiheit und Verantwortung, nach gesellschaftlichen Werten und Orientierungen steht. In klug komponierten Romanen und präzise argumentierenden Essays gelingen ihr luzide Zeitdiagnosen. Juli Zeh setzt damit die besten Traditionen engagierter Literatur fort – für eine Gegenwart, die solcher Autorinnen dringend bedarf.

 

 

Preisträger 2012: Thomas Hürlimann

 

Aufgrund einer Erkrankung des Preisträgers Thomas Hürlimann muss die für den 28. Oktober 2012 geplante Veranstaltung zur Verleihung des Thomas Mann-Preises 2012 leider auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

 

Aus der Begründung der Jury

Die Hansestadt Lübeck und die Bayerische Akademie der Schönen Künste, München, verleihen 2012 ihren gemeinsam vergebenen Thomas Mann Preis dem Schriftsteller Thomas Hürlimann , der mit seinem Werk dem Wissen von der Zerbrechlichkeit des Daseins eine tiefe Humanität entgegen setzt. Seit seinen fulminanten Anfängen ist Thomas Hürlimann als Erzähler, Dramatiker und Essayist ein leidenschaftlicher Anwalt der Freiheit in all ihren humanen Erscheinungsformen. Differenziert greift er immer wieder in die öffentliche Diskussion ein. Mit hoher Ausdruckskraft, dramatischem Geschick, Sprachwitz und Humor weiß er Erzählkunst und Politik, Aufklärung und Metaphysik, Biografie und Gesellschaftskritik stimmig zu verbinden.

 

 

Preisträger 2011: Jan Assmann

 

Preisverleihung: 04. Dezember 2011 in der Münchner Residenz

 

Aus der Begründung der Jury

Jan Assmann hat aus Fachdiskussionen der Ägyptologie heraus Einsichten gewonnen und Modelle entworfen, die ihn zu einem der international meistdiskutierten deutschen Kulturwissenschaftler gemacht haben. Bücher wie Das kulturelle Gedächtnis, Religion und kulturelles Gedächtnis oder Ma’at verbinden souverän religionsgeschichtliche und anthropologische, literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven zu Darstellungen, die nicht nur Experten, sondern auch eine breite Leserschaft zu erreichen vermochten. Sie tun das in einer Wissenschaftsprosa von schlackenloser Eleganz, die ohne Jargon und Imponiergehabe auskommt und gerade so den literarischen Glanz großer Essayistik gewinnt. Damit gelingt Jan Assmann etwas, das auf seine Weise Thomas Mann in den Josephs-Romanen erreicht hat: aus der geschichtlichen und kulturellen Ferne heraus neue Zugänge zu Grundfragen der menschlichen Existenz zu erschließen. So ist es nicht verwunderlich, dass Jan Assmann sich in Thomas Mann und Ägypten vor kurzem auch eine der wichtigsten Studien zu ebendiesem Hauptwerk vorgelegt hat. Im Geiste Thomas Manns, des Romanciers und des Essayisten, ist sein gesamtes Werk geschrieben.

 

 

Preisträgerin 2010: Christa Wolf

 

Aus der Begründung der Jury

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste, München, und die Hansestadt Lübeck verleihen 2010 ihren erstmals gemeinsam vergebenen Thomas Mann Preis der Schriftstellerin  Christa Wolf , die in ihrem Lebenswerk die Kämpfe, Hoffnungen und Irrtümer ihrer Zeit kritisch und selbstkritisch befragt, mit tiefem moralischen Ernst und erzählerischer Kraft schildert und bis in die grundlegenden Auseinandersetzungen um Mythos und Humanität hinein erkundet.

 

Reden 2010

Bürgermeister Bernd Saxe: Begrüßung

Peter Gülke: Laudatio auf Christa Wolf

Christa Wolf: Dank der Preisträgerin

 

 

Bisherige Preisträger

Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck

 

2008 Daniel Kehlmann

2005 Walter Kempowski

2002 Hanns-Josef Ortheil

1999 Ruth Klüger

1996 Günter Grass

1993 Hans Wysling

1990 Günter de Bruyn

1987 Marcel Reich-Ranicki

1984 Siegfried Lenz

1981 Joachim Fest

1978 Uwe Johnson

1975 Peter de Mendelssohn

 

 

Bisherige Preisträger

Thomas-Mann-Preis der Bayerische Akademie der Schönen Künste, München

 

2008 Peter Handke (erstmals Thomas-Mann-Preis)

 

 

2007 Hans Joachim Schädlich (Großer Literaturpreis)

2006 Martin Mosebach

2005 Karl Heinz Bohrer

2004 Michael Krüger

2003 Ror Wolf

2002 Urs Widmer

2001 Uwe Timm

2000 Anne Duden

1999 Peter Kurzeck

1998 Wilhelm Genazino

1997 Paul Wühr

1996 Friederike Mayröcker

1995 Walter Helmut Fritz

1994 Günter Grass

1993 Günter de Bruyn

1992 Christoph Ransmayr

1991 Ilse Aichinger

1990 Martin Walser

1989 Dieter Kühn

1988 Hilde Spiel

1987 Hans Magnus Enzensberger

1986 Hans Werner Richter (erstmals Großer Literaturpreis)

1985 Karl Krolow

1984 Rose Ausländer

1983 Tankred Dorst

1982 Wolfgang Hildesheimer

1981 Botho Strauß

1980 Jürgen Becker

 

 

1978 Günther Anders

1977 Dolf Sternberger

1976 Hans Wollschläger

1975 Alfred Andersch

1974 Gershom Scholem

1973 Reiner Kunze

1972 Jean Améry

1971 Manès Sperber

1970 Hans Paeschke und Rudolf Hartung

1969 Elias Canetti

1968 Elisabeth Schnack

1967 Franz Tumler

1966 Werner Kraft

1965 Wolfgang Koeppen

1964 Heimito von Doderer

1963 Horst Lange

1962 Martin Kessel

1961 Ilse Aichinger und Joachim Maass

1960 Otto Flake

1959 Agnes Miegel

1957 Alfred Döblin

1955 Gerd Gaiser und Martha Saalfeld

1953 Marieluise Fleißer

1951 Günter Eich

1950 Friedrich Georg Jünger

 

Zusammensetzung der Jury

Friedhelm Marx (Sprecher), Michael Krüger, Birte Lipinski, Martin Mosebach, Hans Pleschinski, Gabriele Schopenhauer, Thomas Sprecher.

 

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23552 Lübeck

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Fax: 0451-122-4140

 

Bayerische Akademie der Schönen Künste

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2. Weihnachtsfeiertag: geöffnet
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