Thomas-Mann-Preis
Thomas-Mann-Preis
der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Der Preis
Der „Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste“ wird ab 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen. Er ist hervorgegangen aus dem „Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck“ und dem „Großen Literaturpreis“ der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und ist mit 25.000 Euro dotiert. Die Entscheidung trifft eine siebenköpfige Jury, in welche die Akademie und die Hansestadt jeweils drei Mitglieder entsenden, unter einem gemeinsam bestimmten Vorsitz.
Preisträger 2011: Jan Assmann
Preisverleihung: 04. Dezember 2011 in der Münchner Residenz
Aus der Begründung der Jury
Jan Assmann hat aus Fachdiskussionen der Ägyptologie heraus Einsichten gewonnen und Modelle entworfen, die ihn zu einem der international meistdiskutierten deutschen Kulturwissenschaftler gemacht haben. Bücher wie Das kulturelle Gedächtnis, Religion und kulturelles Gedächtnis oder Ma’at verbinden souverän religionsgeschichtliche und anthropologische, literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven zu Darstellungen, die nicht nur Experten, sondern auch eine breite Leserschaft zu erreichen vermochten. Sie tun das in einer Wissenschaftsprosa von schlackenloser Eleganz, die ohne Jargon und Imponiergehabe auskommt und gerade so den literarischen Glanz großer Essayistik gewinnt. Damit gelingt Jan Assmann etwas, das auf seine Weise Thomas Mann in den Josephs-Romanen erreicht hat: aus der geschichtlichen und kulturellen Ferne heraus neue Zugänge zu Grundfragen der menschlichen Existenz zu erschließen. So ist es nicht verwunderlich, dass Jan Assmann sich in Thomas Mann und Ägypten vor kurzem auch eine der wichtigsten Studien zu ebendiesem Hauptwerk vorgelegt hat. Im Geiste Thomas Manns, des Romanciers und des Essayisten, ist sein gesamtes Werk geschrieben.
Preisträgerin 2010: Christa Wolf
Aus der Begründung der Jury
Die Bayerische Akademie der Schönen Künste, München, und die Hansestadt Lübeck verleihen 2010 ihren erstmals gemeinsam vergebenen Thomas Mann Preis der Schriftstellerin Christa Wolf , die in ihrem Lebenswerk die Kämpfe, Hoffnungen und Irrtümer ihrer Zeit kritisch und selbstkritisch befragt, mit tiefem moralischen Ernst und erzählerischer Kraft schildert und bis in die grundlegenden Auseinandersetzungen um Mythos und Humanität hinein erkundet.
Reden 2010
Bürgermeister Bernd Saxe: Begrüßung
Peter Gülke: Laudatio auf Christa Wolf
Christa Wolf: Dank der Preisträgerin
Fotos
Fotos: Lutz Roeßler
Bisherige Preisträger
Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck
2008 Daniel Kehlmann
2005 Walter Kempowski
2002 Hanns-Josef Ortheil
1999 Ruth Klüger
1996 Günter Grass
1993 Hans Wysling
1990 Günter de Bruyn
1987 Marcel Reich-Ranicki
1984 Siegfried Lenz
1981 Joachim Fest
1978 Uwe Johnson
1975 Peter de Mendelssohn
Bisherige Preisträger
Thomas-Mann-Preis der Bayerische Akademie der Schönen Künste, München
2008 Peter Handke (erstmals Thomas-Mann-Preis)
2007 Hans Joachim Schädlich (Großer Literaturpreis)
2006 Martin Mosebach
2005 Karl Heinz Bohrer
2004 Michael Krüger
2003 Ror Wolf
2002 Urs Widmer
2001 Uwe Timm
2000 Anne Duden
1999 Peter Kurzeck
1998 Wilhelm Genazino
1997 Paul Wühr
1996 Friederike Mayröcker
1995 Walter Helmut Fritz
1994 Günter Grass
1993 Günter de Bruyn
1992 Christoph Ransmayr
1991 Ilse Aichinger
1990 Martin Walser
1989 Dieter Kühn
1988 Hilde Spiel
1987 Hans Magnus Enzensberger
1986 Hans Werner Richter (erstmals Großer Literaturpreis)
1985 Karl Krolow
1984 Rose Ausländer
1983 Tankred Dorst
1982 Wolfgang Hildesheimer
1981 Botho Strauß
1980 Jürgen Becker
1978 Günther Anders
1977 Dolf Sternberger
1976 Hans Wollschläger
1975 Alfred Andersch
1974 Gershom Scholem
1973 Reiner Kunze
1972 Jean Améry
1971 Manès Sperber
1970 Hans Paeschke und Rudolf Hartung
1969 Elias Canetti
1968 Elisabeth Schnack
1967 Franz Tumler
1966 Werner Kraft
1965 Wolfgang Koeppen
1964 Heimito von Doderer
1963 Horst Lange
1962 Martin Kessel
1961 Ilse Aichinger und Joachim Maass
1960 Otto Flake
1959 Agnes Miegel
1957 Alfred Döblin
1955 Gerd Gaiser und Martha Saalfeld
1953 Marieluise Fleißer
1951 Günter Eich
1950 Friedrich Georg Jünger
Zusammensetzung der Jury
Dieter Borchmeyer, Heinrich Detering (Sprecher), Jens Malte Fischer, Holger Pils, Albert von Schirnding, Gabriele Schopenhauer, Thomas Sprecher.
Geschäftsstellen
Buddenbrookhaus
Mengstraße 4
23552 Lübeck
Tel.: 0451-122-4240
Fax: 0451-122-4140
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3
80539 München
Tel.: 089-29 00 77-0
Fax: 089-29 00 77-23












