Debüt im Buddenbrookhaus 2016/2017

Der Debütpreis des Buddenbrookhauses geht in diesem Jahr an den in Frankfurt am Main lebenden Schriftsteller und Journalisten Simon Strauß. Die Jury würdigt mit der Preisvergabe seinen Erstlingsroman „Sieben Nächte“.

In seinem Debütroman erzählt Simon Strauß von einem jungen Mann an der Schwelle, der alles aufbringt, um sich Gewohnheit und Tristesse zu verwehren. „Sehr bald werde ich mich festlegen müssen. Auf ein Leben, eine Arbeit, eine Frau“, so der namenlose Ich-Erzähler. Bevor es soweit kommt, schließt er mit einem Bekannten einen Pakt: In sieben Nächten wird er sich sieben Todsünden hingeben, als Alternative zu einem Leben in Sicherheit und geregelten Bahnen. Er muss gierig, hochmütig und faul sein, neiden und wüten, Völlerei und Wollust treiben – sich dem Leben preisgeben, um sich die Empfindung zu erhalten. Im Schutze der Nacht entwickelt er aus der Erfahrung der sieben Todsünden die Konturen einer besseren Welt, eines intensiveren Lebens.

Fotos: Margret Witzke © Buddenbrookhaus/Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum.