Die LÜBECKER MUSEEN haben wieder geöffnet

Liebe Besucher:innen,

die LÜBECKER MUSEEN haben ihre Türen für Sie geöffnet! Ihnen, liebe Besucher:innen, die sichere Teilhabe an den kulturellen Schätzen der Stadt Lübeck in unseren Museen zu ermöglichen, ist uns ein wichtiges Anliegen. 

Zu Ihrer eigenen Sicherheit erfolgt deshalb eine Kontaktdatenerfassung an der Museumskasse vor Ort. Dafür nutzen wir die Luca-App. Ihre Kontaktdaten können Sie direkt in die App hochladen, oder Sie füllen einfach händisch unseren Kontaktbogen an der Museumskasse aus. 

HIer finden Sie alle weiteren für Ihren Besuch notwendigen Hygiene- und Sicherheitsbedingungen.

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Das Haus heute

Das Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum im Buddenbrockhaus

1991 entschloss sich die Hansestadt Lübeck mit Unterstützung unter anderem durch die Bundes- und Landesregierung und die Lübecker Bürgerschaft, das Buddenbrookhaus zu kaufen und zu einem Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum auszubauen, das Museum, Forschungs- und Gedenkstätte zugleich werden sollte. 

Die Museumsidee war nicht grundsätzlich neu: 1975 wurde im Zwischengeschoss des Hauses ein »Thomas-Mann-Zimmer« eingerichtet. Gedacht war es als erster Schritt zur Einrichtung eines Museums, aber es kam nicht dazu. Am 6. Mai 1993, im Jahr des 850. Stadtjubiläums der Hansestadt Lübeck, wurde mit einem feierlichen Festakt unter Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Dr. Richard Freiherr von Weizsäcker das Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum in der Mengstraße 4 eingeweiht - 90 Jahre nach dem Erscheinen des Romans Buddenbrooks, der dem Haus den Namen gegeben hat. Das Haus beherbergt neben einer Dauerausstellung umfangreiche Sammlungen, eine Spezialbibliothek und ein Archiv.

Es ist zu einem Literaturzentrum geworden, in dem Ausstellungen, Lesungen, Tagungen und Workshops, die sich nicht nur um Heinrich und Thomas, sondern der ganzen Familie Mann widmen, stattfinden. Neben «gängigen» Themen, die sich zum Beispiel Heinrich Mann und der Verfilmung seines Romans »Professor Unrat« unter dem Titel »Der Blaue Engel« widmeten (1996), gibt es immer wieder auch Sonderausstellungen, die von Experten geschätzt werden. So 1997 die Jubiläumsausstellung zum Roman »Doktor Faustus«, so 1998 eine Sonderausstellung von Widmungen Thomas Manns aus der Zeit von 1887-1955. 1999 gab es eine Klaus-Mann-Ausstellung und eine Ausstellung über Julia Mann, geb. Bruhns, der Mutter von Heinrich und Thomas Mann. Im Haus finden zudem Kolloquien, Lehrerfortbildungen, Tagungen der Mann-Gesellschaften, Lesungen, Vorträge und Führungen statt. 

Text: Anorthe Kremers, Tübingen
Recherche: Margrit Christensen, Dr. Manfred Eickhölter, Lübeck
Design: Eva-Maria Schwarzfischer, Imke Martensen