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nature writing
DO | 07.11.2019 | 19:30 - 21:00 Uhr
Lesung
nature writing
Lesung und Gespräch mit Lola Randl und Andreas Rötzer
nature writing
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„Die Grenze, ob mit oder ohne Einfriedung, ist die der Kultivierung, also die durch Menschenhand auferlegte Struktur und Ordnung, die den Garten von der wilden Natur trennt… Ein Garten ist immer ein Kampf zwischen den eigenen Vorstellungen und äußeren Gegebenheiten.“ (Lola Randl, Der große Garten)

In Lola Randls Roman „Der große Garten“ beginnt eine Frau eine Gartentherapie, legt Beete an und beschreibt große Dinge durch die Beobachtung von Kleinen, geht von Eisheiligen über Stangenbohnen und Spontanvegetation den essentiellen Fragen nach: Liebe, Leben und Tod.
 Man könnte von einem Sehnsuchtsbuch sprechen; man möchte sofort den Büroalltag und die hektische Moderne verlassen und Pastinaken anbauen. Man erfährt, wie das Vorhaben funktionieren würde und worauf zu achten ist, ohne sich dabei zu langweilen.

„Der große Garten“ steht in der Tradition des nature writing, einer Strömung, die auch in der deutschen Gegenwartsliteratur vermehrt an Bedeutung gewinnt. Es geht nicht um reine Natur- oder Landschaftsbeschreibungen, sondern um den Menschen und seinen Blick, seine Interaktion mit der Natur. Eine Kontrasterfahrung zum modernen Leben, eine Grenzerfahrung zwischen kultivierten Naturräumen und Wildheit, also die Frage, ob man Löwenzahn aus dem englischen Rasen verbannt oder sieht, dass er jetzt gerade genau hier wachsen will, ihn vielleicht pflückt und isst.

Lola Randl wird mit ihrem Verleger Andreas Rötzer von Matthes & Seitz Berlin über das Genre nature writing und die Rolle von „Der große Garten“ diskutieren.

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